Nachrichten aus Gelsenkirchen

Freitag, 12 Juni 2026

Ruhrgebiet fordert breite Unterstützung des Bundes - Bärbel Bas kündigt beim Berlin-Ruhr-Dialog Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch an
Ruhrgebiet fordert breite Unterstützung des Bundes - Bärbel Bas kündigt beim Berlin-Ruhr-Dialog Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch an

GE. Der Kommunalrat im Regionalverband Ruhr (RVR) hat seinen Berlin-Ruhr-Dialog fortgesetzt. An dem Treffen gestern in Berlin nahm auch Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze teil. Als Gesprächspartner standen unter anderem Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sowie den beiden Fraktionsvorsitzenden der Regierungskoalition, Jens Spahn (CDU/CSU) und Dr. Matthias Miersch (SPD) zur Verfügung.
In den Gesprächen mit Regierungsvertretern und Fraktionsspitzen standen die drängenden Herausforderungen bei der Entwicklung des Ruhrgebiets auf der Agenda: gerechte Verteilung von Sozialkosten, Modernisierung von Infrastruktur, bessere Finanzausstattung der Kommunen und Stärkung des Industriestandortes.

Dabei kündigte Bärbel Bas einen „Aktionsplan zur Bekämpfung des Missbrauches von Freizügigkeit und Sozialleistungen im Zusammenhang mit EU-Zuwanderung" an, der noch vor der Sommerpause im Bundeskabinett beschlossen werden soll.

Andrea Henze: „Wir hatten gute Gespräche und konnten noch einmal deutlich machen, dass es wichtig ist, durch eine veränderte Regelung der Freizügigkeit, uns in die Lage zu versetzen den missbräuchlichen Bezug von Sozialleistungen einzudämmen. Das Thema treibt die Kommunen schon lange um. Die Beharrlichkeit, mit der wir seit Jahren auf diese Probleme aufmerksam machen, scheint sich langsam auszuzahlen. Als Leiterin der entsprechenden Arbeitsgruppe des Städtetags fordere ich seit Jahren, das bei diesem Problem über alle Ressortgrenzen hinweg zusammengearbeitet wird. Wir haben sehr ermutigende Signale aus Berlin mitgenommen, dass nun endlich ernsthaft und konsequent an entsprechenden Regelungen auf Bundesebene gearbeitet wird. “

Die Delegation aus dem Ruhrgebiet betonte in den Treffen, dass das Ruhrgebiet mit seinen mehr als fünf Millionen Menschen seit Jahrzehnten erfolgreich zeigt, wie tiefgreifender industrieller Wandel gelingen und eine grüne Industrieregion mit attraktiven Lebensbedingungen entstehen kann. „Diesen Weg wollen wir unbedingt fortsetzen", lautete das gemeinsame Credo der Delegation. Dazu braucht das Ruhrgebiet jedoch handlungsfähige Kommunen, eine verlässliche Finanzierung und die passenden Förderprogramme zum Beispiel bei der Entwicklung von Brachflächen.
Hier konnte Andrea Henze deutlich machen, wie wichtig Gelsenkirchen als Standort für Stahl- und Chemieindustrie ist und die Arbeitsplätze unbedingt erhalten werden müssen. Dabei spielen vor allem die Energiekosten für die Unternehmen eine große Rolle.

Das Ruhrgebiet selbst hat sich zum Ziel gesetzt, eine zukunftsorientierte und klimafreundliche Industrieregion zu sein, die wirtschaftliche Stärke, soziale Stabilität und moderne Infrastruktur miteinander verbindet.

Zu den zentralen Forderungen im Berlin-Ruhr-Dialog 2026 zählten die konsequente Anwendung des Konnexitätsprinzips, eine stärkere Beteiligung des Bundes und des Landes an Sozialausgaben sowie eine grundlegende Reform der Kommunalfinanzierung. Es brauche auch eine aktive Industrie- und Gewerbeflächenpolitik sowie eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Förderkulissen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Angesichts der Herausforderungen durch Zuwanderung aus Armutsregionen Südosteuropas müsse die Bundesregierung gemeinsam mit Ländern und Kommunen eine rechtlich tragfähige, finanziell unterlegte und europarechtlich abgestimmte Gesamtstrategie umsetzen.

Warnung vor gefälschten QR-Codes auf Parkautomaten - Stadtverwaltung warnt vor betrügerischen QR-Codes auf Parkscheinautomaten

GE. In Gelsenkirchen sind aktuell sind betrügerische QR-Codes auf Parkscheinautomaten entdeckt worden. Die Stadt Gelsenkirchen wird die Automaten nun verstärkt kontrollieren, um das Aufkleben weiterer gefälschter Aufkleber zu unterbinden. Der Anbieter der Bezahlfunktion wurde informiert.

Die Stadtverwaltung warnt eindringlich vor den gefälschten QR-Codes.

Beim kontaktlosen Zahlen an Parkscheinautomaten sollte die entsprechende App immer direkt über den App-Store geladen werden, statt über den QR-Code. Auch die Zahlung mit Bargeld, wo noch möglich, sichert vor dem Betrug. Wenn ein QR-Code gescannt wird, sollten Nutzer die URL der geöffneten Webseite auf Plausibilität prüfen. Betrügerische Seiten weisen oft kleine Abweichungen von der echten Adresse auf. Auf unbekannten Webseiten sollten niemals sensiblen Daten, wie Bankdaten, Kreditkartendaten oder andere persönliche Informationen eingegeben werden.

Auf dem Schollbruch eine Woche voll gesperrt - Fahrbahnarbeiten von Hausnummer 54 bis zur Straße Am Wedem

GE. Die Arbeiten in der Straße Auf dem Schollbruch stehen kurz vor der Fertigstellung. Zum abschließenden Fahrbahndeckeneinbau wird die Straße von Hausnummer 54 bis zur Straße Am Wedem ab heute bis Freitag, 19. Juni 2026, vollgesperrt.

Eine Umleitung wird über Auf dem Schollbruch, Industriestraße, Schmalhorststraße, Devensstraße und Bottroper Straße ausgeschildert.
Das Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis.

Sichere Zukunft bei der Stadt: Jetzt noch für Studienbeginn im Herbst bewerben - Bewerbungsfrist für das duale Studium Ver-waltungsinformatik ist der 21. Juni

GE. Wer noch auf der Suche nach einem dualen Studium mit Start im Herbst 2026 ist, kann sich aktuell noch bei der Stadt Gelsenkirchen bewerben.
Das duale Studium Bachelor of Arts – Verwaltungsinformatik eröffnet nicht nur eine neue Perspektive auf die eigene Stadt, sondern bietet auch sinnstiftende Aufgaben und langfristige Sicherheit. Der öffentliche Dienst zeichnet sich zudem durch flexible Arbeitszeiten, soziale Absicherung und vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten aus.

Im dreijährigen Studium werden die Studierenden befähigt, künftig wichtige Aufgaben in der Verwaltungsdigitalisierung zu übernehmen. Der Schwerpunkt dieses Studiengangs liegt daher auf informationswissenschaftlichen Fächern, wie z.B. Grundlagen der Informatik oder IT-Management. Die Theoriephasen werden an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) in Münster absolviert, die praktische Ausbildung erfolgt sowohl bei der Stadt Gelsenkirchen wie auch bei der IT-Dienstleisterin gkd-el. Die Studierenden sind bereits in der Ausbildungszeit verbeamtet und erhalten in Vollzeit monatliche Anwärtergrundbeträge von 1.555,68 €. Dazu kommen ggfs. Zuschläge je nach Familiensituation.

Interessierte finden weitere Infos zum Studiengang und den Einstellungsvoraussetzungen unter gelsenkirchen.de/ausbildung. Die Onlinebewerbung ist dort bis zum 21. Juni möglich.

Sprechstunden des Kommunalen Ordnungsdienstes - Terminübersicht vom 15. bis 21. Juni

GE. „Wir – für mehr Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt, weil es eben UNSERE STADT ist“. Nach diesem Motto arbeitet der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) für und mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Sie haben die Möglichkeit aktuelle Anliegen und Anregungen oder auch Beschwerden, beispielsweise über laute, störende Personengruppen oder zugeparkte Gehwege mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besprechen. Der KOD geht den Hinweisen unmittelbar selbst nach oder leitet diese an die zuständige Verwaltungsstelle weiter.
Die Sprechstunden werden in der Zeit vom 15. bis 21. Juni an folgenden Tagen und Orten angeboten:

Buer, Bezirksdienststelle Nord, Rottmannsiepe 5 (2. OG)

• Montag, 15. Juni, 12 – 13 Uhr
• Mittwoch, 17. Juni, 15 – 16 Uhr
• Donnerstag, 18. Juni, 15 – 16 Uhr

Ückendorf, IPA-Sprechstunde, Ückendorfer Str. 138

• Donnerstag, 18. Juni, 15 – 16 Uhr

Bismarck, Bezirksdienststelle Mitte, Paulstraße 4

• Dienstag, 16. Juni, 11 – 12 Uhr
• Mittwoch, 17. Juni, 15 – 16 Uhr
• Freitag, 19. Juni, 8 – 9 Uhr

Horst, Bezirksdienststelle West, Harthorststraße 6a

• Montag, 15. Juni, 12 – 13 Uhr
• Mittwoch, 17. Juni, 14:30 – 15:30 Uhr
• Donnerstag, 18. Juni, 14:30 – 15:30 Uhr

Ückendorf, Parkplatz Lidl, Festweg 1

• Montag, 15. Juni, 13 – 15 Uhr

Schalke, Grilloplatz

• Donnerstag, 18. Juni, 11 – 13 Uhr

Horst, Gemeindefest Industriestraße 38

• Sonntag, 21. Juni, 10 – 18 Uhr

Blitzer am Montag - Radarwagen stehen an folgenden Stellen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht regelmäßig ihre Messstellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Am Montag, 15. Juni 2026, stehen die Radarwagen an folgenden Straßen: Hochkampstraße, Plutostraße, Hülser Straße, Im Emscherbruch, Adlerstraße und Essener Straße.

Darüber hinaus kann es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu Geschwindigkeitskontrollen kommen.

Donnerstag, 11 Juni 2026

Manifesta-Programm in Gelsenkirchen startet am 21. Juni - Bewegte Kunst-Aktion in der Kirche St. Josef Ückendorf

GE. Der Countdown läuft: Ab Sonntag, 21. Juni, bringt die Manifesta 16 Ruhr rund 15 Wochen lang Kunst, Kultur und internationale Kunstschaffende ins Revier. In Gelsenkirchen startet das Manifesta-Programm am

Sonntag, 21. Juni, ab 12 Uhr
in der Kirche St. Josef Ückendorf
an der Ückendorfer Straße 124
(Ecke Virchowstraße) in 45886 Gelsenkirchen

mit dem Projekt „How to carry a locust“ („Wie man eine Heuschrecke trägt“). Die Manifesta-Künstlerin Havin Al-Sindy hat dafür im Vorfeld eigens eine Auftragsarbeit gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Erle und der Anne-Frank-Gesamtschule in Duisburg entwickelt. Dabei sind die Jugendlichen nicht nur Mitwirkende des Projekts, sondern gestalten auch die einmalige Aufführung von „How to carry a locust“, mit der die Manifesta-Installation in der St. Josef Kirche Ückendorf feierlich eröffnet wird.

Der Besuch dieser Aufführung und der Kunst-Installation in der Kirche St. Josef Ückendorf ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung möglich.

Offenes Casting für das Projekt „Sing our Songs!“ - Im Rahmen des Programms Manifesta16+ werden Arbeiterlieder gesungen

GE. Im Rahmen des Programms Manifesta 16 +, für das lokale Initiativen ausgewählt wurden, gestaltet das Kunstmuseum Gelsenkirchen gemeinsam mit der Katholischen Kirche vor Ort und dem Musiktheater im Revier das Projekt „Sing Our Songs!“

Bei diesem Mitmach-Projekt, das die nächste Ausstellung „Radikale Hoffnung“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen um eine musikalische Komponente erweitern wird, sind alle Interessierten eingeladen, Arbeiterlieder aus aller Welt einzustudieren. Diese werden am Samstag, 4. Juli, und am Donnerstag, 9. Juli, jeweils um 19 Uhr in der ehemaligen Kirche St. Mariä Himmelfahrt an der Goldbergstraße 11 in Buer der Öffentlichkeit präsentiert.

Gesang verbindet – ob bei der Arbeit, auf Demos oder im Streik. Für das Projekt „Sing Our Songs!“ werden nun in einem offenen Casting Laien-Sängerinnen und –Sänger gesucht, die gemeinsam mit dem MiR-Opernchor proben und auftreten möchten und dabei den Stimmen von Arbeiterinnen und Arbeitern im Revier Gehör verschaffen möchten. Das offene Casting findet unter dem Motto „Singt mit uns!“ statt am

Montag, 15. Juni 2026, von 16 bis 19 Uhr
im Kunstmuseum Gelsenkirchen
an der Horster Straße 5-7 in 45897 Gelsenkirchen.

Die Auswahl der Teilnehmenden trifft im Anschluss eine Fachjury. Vorab wird um eine Anmeldung zum Casting per E-Mail an kunstmuseum@gelsenkirchen.de gebeten.

Blitzer am Freitag - Radarwagen stehen an folgenden Stellen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht regelmäßig ihre Messstellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Am Freitag, 12. Juni 2026, stehen die Radarwagen an folgenden Straßen: An der Rennbahn, Küppersbuschstraße, Hugostraße, Wiehagen, Stegemannsweg und Zeppelinallee.

Darüber hinaus kann es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu Geschwindigkeitskontrollen kommen.

Mittwoch, 10 Juni 2026

Herzbeben auf'm Heinrich - Gelsenkirchen feiert Helene Fischer mit großer WarmUp Party

GE. Nach „Swiftkirchen" schlägt das Herz der Stadt wieder im Fanfest-Takt: Am Dienstag, 23. Juni 2026, verwandelt sich der Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen von 12 bis 19 Uhr in eine große WarmUp Party für alle Helene-Fischer-Fans, die in bester Gesellschaft feiern möchten.

Die Altstadt wird dafür im Helene-Fischer-Look erstrahlen: Wimpelketten, Fahnen in der Bahnhofstraße, Banner am Bahnhofscenter und Selfiespots auf dem Platz sorgen dafür, dass die gute Stimmung schon auf dem Weg ins Konzert beginnt. Am Bahnhof erwartet die Fans eine kleines Willkommenskomitee, das den richtigen Weg weist und passende Kleinigkeiten verteilt, die den Spaßfaktor anheben sollen.

Unter dem Motto „Herzbeben auf'm Heinrich" erwartet Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm, bevor die Helene-Fischer-Show in der Veltins-Arena startet. Für die richtige Stimmung sorgt DJ Sam Vegas auf einer eigenen Bühne. Bei sommerlichen Temperaturen stehen Bierwagen, Cocktailstand, Foodtruck und ein Crêpestand bereit. Für alle, die eine kurze Erfrischungspause brauchen, ist auch ein Trinkwasserbrunnen vor Ort.
Fans dürfen sich außerdem auf T-Shirts, Hoodies – darunter exklusive Tour-Hoodies und Tour-Shirts von Helene Fischer – freuen. Diese und diverse Accessoires gibt es nämlich am offiziellen Helene-Fischer-Merch-Stand auf dem Heinrich-König-Platz. Was genau die Kollektion noch bereithält, bleibt bis zum 23. Juni eine Überraschung. Vorfreude ist doch immer die schönste Freude.

Wer auf den perfekten Konzertlook noch das i-Tüpfelchen setzen möchte: Kostenlose Glitzertattoos sorgen für den richtigen Glam-Faktor. Unvergesslich wird der Tag auch dank der kostenlosen Fotobox mit offiziellem Helene-Fischer-Hintergrund – inklusive gestempeltem Ausdruck und der Möglichkeit, das Foto direkt online zu teilen. Der passende Hashtag dazu, wird rechtzeitig verraten.

Der Eintritt zur WarmUp Party ist kostenlos.

Feiern zwischen Gartenbeeten und großer Bühne - Stadt Gelsenkirchen lädt zum Bezirksfest Nord ein

GE. Nach den erfolgreichen Bezirksfesten in West und Süd macht die beliebte Festreihe der Stadt Gelsenkirchen jetzt im Norden der Stadt Station: Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni 2026, wird zum Bezirksfest Nord in den Kleingartenverein Schachtanlage Scholven e.V. an der Mehringstraße 16 eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.

Zwei Tage lang erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt – unter freiem Himmel, mit Live-Musik, buntem Rahmenprogramm und allerlei Leckereien. Cocktails, Bier, Softdrinks, Grillgut, Waffeln, Kuchen, Slush-Eis und Popcorn sorgen für das leibliche Wohl – und wer lieber zum Wasser greift, findet an der Trinkwasserwand von Gelsenwasser eine erfrischende Alternative.

Samstag, 20. Juni – ab 15 Uhr: Party im Kleingarten

Bezirksbürgermeister Thomas Steinberg eröffnet das Fest um 15 Uhr. DJ Sam Vegas sorgt von Beginn an bis 22 Uhr für Stimmung. Am Nachmittag übernimmt Schlagersängerin Melanie Engels die Bühne, bevor Schlagersänger Ralf Cerne der Menge einheizt. Abseits der Bühne warten Kickertische, eine Hüpfburg von Gelsenwasser, Rikschafahrten, Kinderschminken, das Kinderprogramm der Falken und die Waldschule des Lernorts Natur.

Sonntag, 21. Juni – ab 11 Uhr: Familientag

Der Sonntag gehört den Familien. Neben einem Showtanz der Schreberjugend Trinenkamp und einer bunten Show von Clown Oli & Felinchen sorgen Popschlagersänger Sunny Hill und Singer-Songwriter Ben Müller für die musikalischen Highlights des Tages. Dazu gibt es das KreativAtelier „Summ summ summ – die Bienen kommen!", Wasserspiele der Freiwilligen Feuerwehr, eine Energieberatung der Verbraucherzentrale sowie einen IGA-Infostand mit einem ersten Vorgeschmack auf 2027.

Die Bezirksfeste werden nach dem großen Erfolg im Jubiläumsjahr „150 Jahre Gelsenkirchen" auch 2026 fortgesetzt. Im Zeichen der Vorfreude auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 finden die Veranstaltungen in diesem Jahr in den Kleingartenanlagen der Stadt statt – und das Bezirksfest Nord lädt dazu ein, genau diese grüne Atmosphäre hautnah zu erleben.

Mehr Infos zur Veranstaltung unter www.gelsenkirchen.de/bezirksfest-nord.

„Radikale Hoffnung“ – Ein Blick auf die Kunst des Streikens - Das Kunstmuseum Gelsenkirchen beleuchtet die künstlerische Komponenten des Arbeitskampfs

GE. Die Geschichte des Ruhrgebiets und die Geschichte Gelsenkirchens sind unzertrennbar mit der Geschichte des Arbeitskampfs verbunden. Man denke an den Widerstand der Bergleute gegen die Schließung der Zeche Graf Bismarck in den 1960er Jahren, aber auch an den Protest der so genannten „Heinze-Frauen“, die Anfang der 1980er Jahre in Gelsenkirchen für die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen auf die Straße gingen – und damit nicht nur für ihren Lohn, sondern auch für die Geschlechtergerechtigkeit stritten. Ihr Erfolg war durchaus nachhaltig, wie wir heute wissen.

Doch was bleibt darüber hinaus nach den Streiktagen? Welche Bilder und welcher Klang schaffen den Sprung in die Geschichtsbücher? Dieser Frage geht das Kunstmuseum Gelsenkirchen mit der Ausstellung „Radikale Hoffnung“ nach, die sich den Themen Streik und Arbeitskampf widmet und eine Linie von der Kunst der frühen Moderne bis in die Gegenwart nachzeichnet.

Kunst und gesellschaftliches Engagement

„Diese Ausstellung macht Verbindungen zwischen Kunst und gesellschaftlichem Engagement sicht-bar und zeigt, wie Arbeitskämpfe eine eigene künstlerische Praxis hervorgebracht haben – über Plakate, Texte, Musik oder Theater“, betont Museumsleiterin Julia Höner mit Blick auf die Exponate. Zur Auswahl zählen auch Werke, in denen Künstlerinnen und Künstler die Ästhetik des Protests aufgreifen sowie ausgewählte Streikobjekte aus dem Arbeitskämpfen der Region.

Dabei lassen sich im Kunstmuseum an der Horster Straße die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitskampf erkennen: Vielfältig und global haben sich Kunstschaffende mit den Themen des Protests und des Streiks auseinandergesetzt – mal dokumentarisch, mal poetisch, kritisch oder radikal und oft mit einer persönlichen Note. Denn als Arbeitende verstehen sie sich häufig selbst als Teil der Prozesse, die sie sichtbar machen.

Stillstand und Hoffnungsfunken

Von Käthe Kollwitz bis Gustav Metzger, von Jeremy Deller bis Claire Fontaine macht die Werkauswahl, die Julia Höner und die Kunsthistorikerin Prof. Friederike Sigler von der Universität Wien für Gelsenkirchen getroffen haben, unterschiedlichste Perspektiven sichtbar – bis zu aktuellen Arbeitskämpfen, die mit kraftvollen Bildern des Stillstands in das öffentliche Leben eingreifen. Dabei hinterfragen die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler immer auch die künstlerische Arbeit und die Produktionsbedingungen, unter denen sie entstand, selbst.

Die „Radikale Hoffnung“ wird mit Arbeiten von Juan Pérez Agirregoikoa, Jeremy Deller, dem Kunstkollektiv Claire Fontaine, Milli Gandini, Nicolás Guagnini, Lee Lozano, Anna Malagrida, Irène Mélix, Gustav Metzger, Malgorzata Mirga-Tas, Jean-Luc Moulène, Mariuccia Secol, Selma Selman, Nicole Wermers sowie Streikobjekten aus lokalen und internationalen Protestbewegungen gespiegelt.

Das Kunstmuseum Gelsenkirchen bezieht mit Grafiken von Käthe Kollwitz und Werken des Künstlers Takis, der sich 1969 in New York mit der „Art Workers’ Coalition“ für eine gewerkschaftsähnliche Organisierung von Künstlerinnen und Künstlern einsetzte, auch Werke aus der eigenen Sammlung mit ein.

Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Kunstfonds und der Kunststiftung NRW. Zur Eröffnung am

Freitag, 12. Juni, um 19 Uhr im
Kunstmuseum Gelsenkirchen an der
Horster Straße 5-7 in 45897 Gelsenkirchen

sind Interessierte herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist danach vom 13. Juni bis zum 4. Oktober jeweils dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Besuch des Kunstmuseums ist kostenfrei.

Die Ausstellung wird eingerahmt von einem vielseitigen Begleitprogramm: So wird am 4. und 9. Juli das Manifesta16 Ruhr+-Programm „Sing our Songs“ in der nahegelegenen ehemaligen Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt an der Goldbergstraße 11 in 45894 Gelsenkirchen mit Arbeiterliedern für eine musikalische Komponente die Ausstellung bereichern. Am 23. September wird ein Vortrag von Nesrin Tançs auf den Spuren der Arbeitskämpfe in der Literatur wandeln. Zum Abschluss der Ausstellung wird am 4. Oktober im gegenüberliegenden Schauburg Filmpalast an der Horster Straße 6 der Film „We want Sex“ des britischen Regisseurs Nigel Cole über einen Streik von Näherinnen gezeigt.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gibt es über die Internetseite www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de.

Schule sucht Kunstszene sucht Schule - „Kultur & Bildung – Click & Connect“ vernetzt ab Mitte Juni Kulturschaffende und Bildungseinrichtungen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen bietet ab Mitte Juni eine digitale Plattform, mit der sich Kulturschaffende und Bildungseinrichtungen einander vorstellen und für Schul- und kulturelle Bildungsprojekte miteinander in Kontrakt treten können. Dafür können Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende sowie Bildungseinrichtungen spezielle Steckbriefe erstellen und kostenlos auf der TaskCard „Kultur & Bildung - Click & Connect“ veröffentlichen. TaskCards ist eine Software, mit der Schulen bereits digitale Inhalte im Schulalltag teilen.

Die digitalen Steckbriefe hat das Referat Kultur gemeinsam mit dem Kommunalen Bildungsbüro entwickelt. „Wie erreiche ich mit meinen Angeboten die Schulen und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es – das sind zwei zentrale Fragen, mit denen sich Künstlerinnen und Künstler ans Referat Kultur wenden“, so Andrea Lamest, Leitung Referat Kultur. „Hier wollen wir kurze Wege von der Freien Szene an die Zielgruppe schaffen.“
„Beim Kommunalen Bildungsbüro fragen Schulen und weitere Bildungseinrichtungen nach Kontakten zu Kunst- und Kulturschaffenden“, ergänzt Stefanie Jägers, Leitung Referat Bildung.

Mit der TaskCard wird der Netzwerkaufbau gefördert und die Kulturelle Bildung als zentrales Element ganzheitlicher Bildung weiter etabliert.

Teil der TaskCard werden

Die ersten Steckbriefe sind bereits eingegangen und werden nun nach und nach eingepflegt. Ab Mitte Juni soll die TaskCard für alle frei zugänglich sein. Künstlerinnen und Künstler, die ihre Angebote einstellen wollen, können sich per E-Mail an Juana Andrisano (juana.andrisano@gelsenkirchen.de) vom Referat Kultur richten; Bildungseinrichtungen wenden sich bitte an Heidrun Schumacher (heidrun.schumacher@gelsenkirchen.de) vom Kommunalen Bildungsbüro (KBB) der Stadt Gelsenkirchen.

Wochenprogramm Kommunales Kino ab 14. Juni - „Martin Luther King – Ein Staatverbrechen“ mit Filmemacher Claus Bredenbrock und „Horst Schlämmer sucht das Glück“

GE. Am Sonntag, 14. Juni startet um 12:45 Uhr eine neue Veranstaltungsreihe im Rahmen des Kommunalen Kinos (Koki): Der in Gelsenkirchen-Buer geborene Filmemacher Claus Bredenbrock stellt ebenso informativ wie unterhaltsam den Dokumentarfilm „Martin Luther King – Ein Staatsverbrechen“ vor, für den er gemeinsam mit Pagonis Pagonakis für den Grimme-Preis nominiert worden ist. Im anschließenden Publikumsgespräch beantwortet er Fragen der Besucherinnen und Besucher zu den Hintergründen und zur Entstehungsgeschichte des Films. Die Filmreihe „Filmgeschichte(n)“ mit Claus Bredenbrock ist künftig einmal pro Quartal geplant. Am Montag, 15. Juni, und Dienstag, 16. Juni, folgt in der Monatsreihe Filmjahr national die Komödie „Horst Schlämmer sucht das Glück“ von Sven Unterwaldt. Die Vorstellungen beginnen am Montag und Dienstag um 17:45 und 20:15 Uhr.

Martin Luther King – Ein Staatsverbrechen

Am 4. April 1968 wurde der Friedensnobelpreisträger und Bürgerrechtsaktivist Dr. Martin Luther King in Memphis durch einen gezielten Kopfschuss getötet. Schon bald gab es Zweifel an der offiziellen Version, wonach ein Einzeltäter namens James Earl Ray den tödlichen Schuss abgefeuert haben soll. Erst 1999 sind die Ereignisse um die Ermordung von King zum ersten Mal in einem öffentlichen Gerichtsverfahren untersucht worden. Nach vier Verhandlungswochen und 70 Zeugenaussagen kamen die Geschworenen zu einem sensationellen Urteil: Martin Luther King wurde Opfer eines Mordkomplotts, an dem die Polizei von Memphis und Regierungsinstitutionen beteiligt waren. Doch erstaunlicherweise fanden diese Erkenntnisse in den USA nie wirklich Beachtung.– FSK ab 12 Jahren.

Horst Schlämmer sucht das Glück

Horst Schlämmer (Hape Kerkeling) hat die Faxen dicke: Die Preise steigen, die Kneipen schließen, die Stimmung sinkt. Kurzum, Deutschland hat Rücken, und zwar im Gesicht! Der stellvertretende Chefredakteur vom „Grevenbroicher Tagblatt“ beschließt, den Leuten das Lächeln zurückzubringen. Doch wie wird man glücklich? Schwere Zeiten verlangen nach klaren Antworten, und weil man die in Grevenbroich nicht finden kann, begibt sich Horst Schlämmer auf eine Reise quer durch Deutschland – per Anhalter, Krabbenkutter und Schienenersatzverkehr. Er trifft Passanten, Promis und Psychologen, fragt knallhart nach und verliert trotz vieler Rückschläge nie seine Mission aus den Augen: die Menschen wieder glücklich zu machen. – FSK ab 6 Jahren.

Die Vorstellungen finden in der Schauburg, Horster Straße 6 statt. Der Eintritt kostet 6 Euro für eine Vorstellung bzw. 54 Euro für die 10-er Karte. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Inhaberinnen und Inhaber des GE-Passes erhalten Ermäßigungen. Bitte beachten Sie: Ab 1. Juli 2026 ändern sich die Preise der Kommunalen Kinos. Alle Informationen zum Kommunalen Kino in Gelsenkirchen unter www.gelsenkirchen.de/koki

Hinweis an die Redaktionen: Im Anschluss an die Veranstaltung am Sonntag steht Claus Bredenbrock im Anschluss gern für ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertreter der Medien zur Verfügung.

Altenessener Straße voll gesperrt - Reparatur nach Wasserrohrbruch zwischen Lehrhovebruch und Tiefbachstraße

GE. Bereits seit Sonntag ist die Altenessener Straße zwischen Lehrhovebruch und der Tiefbachstraße aufgrund einer defekten Wasserleitung voll gesperrt. Die Wasserleitung konnte mittlerweile provisorisch repariert werden. Derzeit wird die Fahrbahndecke untersucht. Sollte die Fahrbahndecke nicht unterspült sein, werden die Arbeiten noch in dieser Woche abgeschlossen. Der Busverkehr der Ruhrbahn wurde umgeleitet.

Der Verkehr wird in beiden Fahrtrichtungen über Lehrhovebruch (GE), Schalker Straße (E), Zollvereinstraße (E) und Emscherstraße (E) umgeleitet.
Das Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis.

Blitzer am Donnerstag - Radarwagen stehen an folgenden Stellen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht regelmäßig ihre Messstellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Am Donnerstag, 11. Juni 2026, stehen die Radarwagen an folgenden Straßen: Detmolder Straße, Kesselstraße, Rosenstraße, Feldhauser Straße, Boniverstraße und Adlerstraße.

Darüber hinaus kann es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu Geschwindigkeitskontrollen kommen.

Dienstag, 9 Juni 2026

„Radikale Hoffnung“: Ausstellung richtet den Blick auf Streik und Arbeitskämpfe - Medieneinladung für den 10. Juni ins Kunstmuseum Gelsenkirchen

GE. Stillstand, Blockade und plakative Protestmärsche: Die Geschichte Gelsenkirchens ist eng mit Streikkultur und Arbeitskämpfen verbunden. Wie viel Kreativität in diesen Aufständen steckt und steckte, dem spürt das Kunstmuseum Gelsenkirchen mit der Ausstellung „Radikale Hoffnung“ nach, die sich den Themen Streik und Arbeitskampf widmet und eine Linie von der Kunst der frühen Moderne bis in die Gegenwart nachzeichnet. Internationale künstlerische Positionen treffen dabei auf Werke aus der museumseigenen Sammlung. Welche überraschenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten dies offenbart, das verrät Museumsleiterin Julia Höner bei einer Pressekonferenz am

Mittwoch, 10. Juni, um 11 Uhr
im Kunstmuseum Gelsenkirchen
an der Horster Straße 5-7 in 45897 Gelsenkirchen.

Zugleich gibt es bei diesem Termin Hinweise zum umfassenden Rahmenprogramm. Die Ausstellung wird vom 13. Juni bis zum 4. Oktober im Kunstmuseum an der Horster Straße zu sehen sein und wird gefördert von der Stiftung Kunstfonds und der Kunststiftung NRW. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sich vorab am 10. Juni ein eigenes Bild von der Ausstellung zu machen.

A Day to Play - Medieneinladung zum großen Kinderfest im Erich-Kästner Haus

GE. Am Samstag, 13. Juni 2026 verwandelt sich das Erich-Kästner-Haus in der Frankampstraße 43, in der Zeit von 12 bis 16 Uhr in eine bunte Spielwelt. Unter dem Motto „A Day to Play“ verwandeln mehr als 50 Spielstationen die Fläche in eine Erlebnislandschaft für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Der Tag wird durch das Referat Kinder, Jugend und Familien der Stadt Gelsenkirchen veranstaltet und bietet vielfältige Mitmachangebote, spannende Spiele und Freude für die ganze Familie.

Dabei können sich die Kinder sich auf viele abwechslungsreiche Spielstationen, die Fantasie, Geschicklichkeit und Teamgeist fördern, kleine Gewinne, Snacks und Getränke sowie offene Angebote zum Mitmachen und Austoben in sicherer, familienfreundlicher Atmosphäre freuen.
Der Tag soll ein gemeinschaftliches Erlebnis für Kinder und Familien werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ziel der Veranstaltung ist es, Kindern eine fröhliche Zeit zu bieten, Begegnungen zu schaffen und das Miteinander in Gelsenkirchen zu stärken. Die Stadt Gelsenkirchen freut sich darauf, zahlreiche Familien willkommen zu heißen und gemeinsam mit ihnen einen unvergesslichen Tag zu gestalten.

Blitzer am Mittwoch - Radarwagen stehen an folgenden Stellen

GE. Die Stadt Gelsenkirchen veröffentlicht regelmäßig ihre Messstellen, an denen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Am Mittwoch, 10. Juni 2026, stehen die Radarwagen an folgenden Straßen: Brinkgartenstraße, Ahornstraße, Hülser Straße, Hüttweg und Warendorfer Straße, Freiligrathstraße.

Darüber hinaus kann es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu Geschwindigkeitskontrollen kommen.

Montag, 8 Juni 2026

In Gelsenkirchen startet ein neues JugendKlassikFestival - Meisterkurse, Konzerte und Workshops für junge Musiktalente und Zuhörende vom 19. bis 21. Juni
In Gelsenkirchen startet ein neues JugendKlassikFestival - Meisterkurse, Konzerte und Workshops für junge Musiktalente und Zuhörende vom 19. bis 21. Juni

GE. Klassikfans und alle, die es werden wollen, sollten sich das Wochenende vom 19. bis 21. Juni rot im Kalender anstreichen: Dann findet zum ersten Mal das JugendKlassikFestival Gelsenkirchen statt. Und das bringt herausragende junge Nachwuchsmusikerinnen und -musiker nach Gelsenkirchen und wird die Stadt zum Treffpunkt junger Talente machen.

Doch nicht nur die Klassik-Elite von Morgen wird sich in Gelsenkirchen treffen und ihr Können präsentieren: Die Städtische Musikschule Gelsenkirchen hat mit Daniel Stabrawa (Berliner Philharmoniker) und Professor Thomas Hoppe (Folkwang Universität der Künste) zwei renommierte Gastdozenten eingeladen, die im Rahmen des Festivals jeweils parallel zueinander einen öffentlichen Meisterkurs geben. Ergänzt wird das Programm durch vielfältige Workshops der Dozentinnen und Dozenten der Städtischen Musikschule, in denen Jugendliche aller Spielniveaus gemeinsam musizieren, voneinander lernen und ihr Können präsentieren können.

Großes internationales Interesse

„Wir haben gemerkt, dass das Interesse an einem solchen Klassik-Festival mit Meisterkursen speziell für junge Menschen sehr groß ist. So werden beispielweise auch zwei Ensembles aus den Musikschulen in Olsztyn und Baku eigens für das Festival anreisen. Es freut uns natürlich sehr, dass dieses Konzept bei der jungen Zielgruppe auf so positive Resonanz trifft“, sagt Musikschulleiter Christian van den Berg-Bremer, der für das neue Festival seine guten Kontakte in die Musikszene spielen ließ. Die namhaften Musiker, die er und seine Musikschul-Kollegen als Dozenten anfragten, ließen sich nicht lange bitten – und unterbrechen nun zum Teil sogar ihre Konzertreisen, um nach Gelsenkirchen zu kommen und den Nachwuchs zu fördern.

Talentförderung auf vielen Ebenen

„Wir sind sehr froh, dass wir hier in Gelsenkirchen eine städtische Musikschule haben, die ein besonderes Augenmerk auf die Talentförderung legt. Ich erwähne in diesem Zusammenhang gerne die Talent-Akademie Musik. Deren Ziel ist es, überdurchschnittliche musikalische Begabungen schon im Kindesalter zu entdecken und unabhängig von einem bereits gefassten Berufswunsch gezielt und umfassend zu fördern, und das gelingt uns auch. Herr van den Berg-Bremer und sein Team haben aber auch mit dem Orchester Grenzenlos, das sich an Kinder richtet, denen aus finanziellen, sprachlichen oder anderen Gründen der Zugang zum Angebot der städtischen Musikschule erschwert ist, Maßstäbe gesetzt und schon viele junge Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener für Musik begeistert. Das hier vor Ort organisierte JugendJazzfestival hat sich zudem als deutschlandweit einzigartiges Format für junge Jazzmusik etabliert, auch darauf sind wir richtig stolz. Dass nun mit dem JugendKlassikFestival Gelsenkirchen ein weiteres Element auf sehr hohem Niveau hinzukommt, ist nur folgerichtig. Ich bin jedenfalls sehr zuversichtlich, dass sich Gelsenkirchen hier von seiner besten Seite präsentieren kann“, betont Andrea Lamest, die Leiterin des Referats Kultur.

Der frühere Berliner Sinfoniker Daniel Stabrawa wird im Rahmen des ersten JugendKlassikFestivals Gelsenkirchen einen Meisterkurs für Violine und Kammermusik für Streicher leiten, Prof. Thomas Hoppe von der renommierten Folkwang Universität der Künste wird derweil sein Wissen in einem Meisterkurs Klavier und Kammermusik mit Klavier weitergeben. Auch Dozentinnen und Dozenten der Musikschule sind eingebunden: Belmin Okanovic lädt die jungen Talente in seine Gitarrenwerkstatt ein, Zhuo Ma und Gerardo Gramajo gestalten den Workshop „Alte Musik“-Ensemble und Aiki Mori-von Schnitzler vermittelt ihr Können am Cello und Hintergrundwissen zur Kammermusik.

Austausch mit internationalen Gästen

„Im Mittelpunkt soll dabei nicht nur die Freude an klassischer Musik, sondern auch der künstlerische Austausch auf nationaler und europäischer Ebene stehen. Denn das ist für die Weiterentwicklung von jungen Talenten ein ganz wichtiger Aspekt“, erklärt Gerardo Gramajo, einer der Dozenten des Festivals, der selber aus Uruguay stammt und international tätig war, bevor er sich in Gelsenkirchen niederließ.

Für musikinteressierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt dürften derweil vor allem die öffentlich zugänglichen Meisterkurse und die kostenfreien Konzerte vor der historischen Industrie-Kulisse der ehemaligen Schachtanlage Oberschuir im heutigen stadt.bau.raum von Interesse sein: Am Freitag, 19. Juni um 19 Uhr, eröffnen Daniel Stabrawa (Violine), Prof. Thomas Hoppe (Klavier), Aiki Mori-von Schnitzler (Cello) und Gerardo Gramajo (Bratsche) das Festival mit einem Dozentenkonzert im stadt.bau.raum an der Boniverstraße 30 in 45883 Gelsenkirchen. Der Samstag startet um 10 Uhr mit parallel laufenden öffentlichen Meisterkursen im Musikschulgebäude an der Rolandstraße 3 und im stadt.bau.raum und mündet um 17 Uhr in der Veranstaltung „Meisterlich“ mit einem Konzert der Teilnehmenden an den Meisterkursen im stadt.bau.raum.

Vielseitige Konzerte am Sonntag

Der Sonntag steht ganz im Zeichen von Konzerten und startet um 11.30 Uhr mit einem Werkstattkonzert der Festival-Workshops Kammermusik und Alte Musik im stadt.bau.raum. Ab 15 Uhr folgt ein Kaffeekonzert mit Gitarrenmusik mit Belmin Okanović und Teilnehmenden der Gitarrenwerkstatt im stadt.bau.raum. Der krönende Abschluss ist ab 19 Uhr geplant: Dann gibt es Kammermusik mit Preisträgerinnen und Preisträgern des Landeswettbewerbs Jugend musiziert NRW 2026 zu erleben.

Unter anderem ist dann die aus Dorsten stammende Jungstudentin Eva Kochs (Harfe) dabei. Sie konnte bereits zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben erzielen. Auch Elisa Kormoniczak (Gitarre) und Cornelius Roth (Cello), Sonderpreisträger des Regionalwettbewerbs Jugend musiziert Ruhr Nord, konzertieren beim JugendKlassikFestival. Das Kammermusikensemble aus Baku wirkt ebenso mit.

Das komplette Programm des JugendKlassikFestivals Gelsenkirchen ist im Internet über die Seite www.gelsenkirchen.de/Jugendklassikfestival zu finden.

Hintergrundinformationen zu den diesjährigen Dozenten des JugendKlassikFestivals:

Daniel Stabrawa wurde 1983 Mitglied der Berliner Philharmoniker und stieg rasch – gefördert von Herbert von Karajan – zum Ersten Konzertmeister auf. Als Solist, Kammermusiker und Dirigent trat er weltweit mit renommierten Orchestern, Dirigenten und Künstlern auf und gilt als bedeutender Interpret insbesondere der polnischen Musik, unter anderem von Karol Szymanowski. Er war Primarius des Philharmonia Quartetts Berlin, leitete als Chefdirigent das polnische Kammerorchester Capella Bydgostiensis und ist bis heute international als Geiger, Dirigent und musikalischer Leiter tätig. Seit seiner Pensionierung bei den Berliner Philharmonikern 2021 setzt er seine künstlerische Arbeit aktiv fort.

Prof. Thomas Hoppe zählt zu den führenden Klavierpartnern seiner Generation. Er konzertierte mit zahlreichen internationalen Spitzenkünstlern und Ensembles, darunter Itzhak Perlman, Antje Weithaas, Vilde Frang, Tabea Zimmermann, Jens Peter Maintz, Frans Helmerson und Bomsori Kim. Er ist zudem ist weltweit als Pianist des preisgekrönten ATOS Trios aktiv. Hoppe ist regelmäßig bei bedeutenden internationalen Wettbewerben tätig, gibt Meisterkurse, wirkt als Juror und konzertiert mit renommierten Kammermusikensembles. Seit 2018 ist er Professor für Klavierkammermusik an der Folkwang Universität der Künste in Essen und engagiert sich intensiv in der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker. Thomas Hoppe lebt in Berlin.
Aiki Mori-von Schnitzler wurde in Japan geboren und entdeckte im Alter von acht Jahren ihre Leidenschaft für das Violoncello. Bereits mit 15 Jahren begann sie ihr Studium in der Meisterklasse von Frans Helmerson an der Musikhochschule Köln, wo sie 2009 ihr Diplom erwarb. Weitere wichtige Impulse erhielt sie von Karine Georgian in London und von Roland Pidoux in Paris. Aiki Mori-von Schnitzler gewann mehrere Preise, darunter den Grand Prix beim „Wettbewerb für klassische Musik Japan“ als jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Wettbewerbs. Sie tritt als Solistin sowie als Kammermusikerin auf, unter anderem im 2013 gegründeten „Mori Trio“, dessen Debüt-CD bei BBC, Radio France und Radio Vltava gefeiert wurde. Kritiker loben ihren „unvergleichlichen Ausdruck“ und ihren „wunderbar warmen Ton“. Sie ist außerdem eine leidenschaftliche Pädagogin. Sie gab Meisterkurse beim Internationale Musikforum Refrath und bei einem Kammermusikmeisterkurs in Yokohama, Japan.

Zhuo Ma stammt aus der chinesischen Provinz Hubei und studierte Violine in Tianjin, bevor sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater Köln fortsetzte. Dort spezialisierte sie sich bei Professor Richard Gwilt auf Barockmusik und schloss zwei Masterstudiengänge ab, sowohl für "Barockvioline" als auch für "Kammermusik festes Historisches Ensemble". Seit Februar 2025 unterrichtet sie an der Städtischen Musikschule Gelsenkirchen.

Belmin Okanović absolvierte seinen Master an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bei Joaquín Clerch und schloss bereits 2022 seinen Bachelor mit Bestnote und Auszeichnung ab. Er konzertierte europaweit und gewann über 30 internationale Preise, etwa den 1. Preis beim Internationalen Gitarrenfestival in Mottola, der 2023 zur Aufnahme seiner Debüt-CD führte, sowie den 1. Preis beim Miguel Llobet Competition (2023). Er war Stipendiat des Deutschlandstipendiums, 2019 Solist der Yehudi Menuhin Foundation und erhielt zahlreiche Auszeichnungen in Bosnien und Herzegowina. Der gebürtige Tuzlaer begann mit acht Jahren Gitarre zu spielen und spielt ein Instrument des spanischen Gitarrenbauers Paco Santiago Marín. Seit Herbst 2025 ist er Dozent an der Städtischen Musikschule Gelsenkirchen.

Gerardo Gramajo ist ein international erfahrener Bratschist und Pädagoge. Er war Stimmführer der Viola in den Nationalorchestern von Paraguay und Uruguay, arbeitete an der Akademie des Liceu in Barcelona und als Vorspieler der Bratschen beim OML-Orchester in Lissabon. Neben seiner Orchestertätigkeit ist er auch als Kammermusiker in verschiedenen Ländern aufgetreten. Als Dozent unterrichtete er Violine, Viola und Kammermusik an der Universidad Nacional de Paraguay und leitete Meisterkurse in Uruguay, England, Deutschland und Spanien. Seit 2020 arbeitet er an der Musikschule Gelsenkirchen, seit 2023 als Fachbereichsleiter für Saiteninstrumente. Geboren in Uruguay, studierte er zunächst in Montevideo bei Jorge Risi und später an der Musikhochschule Köln bei Charles André Linale und Massimo Paris. 2017 schloss er sein Konzertexamen im Fach Viola bei Diemut Poppen in Detmold ab.